Dez 14

Für wen lohnt sich die Berufshaftpflichtversicherung und warum?

Schäden können immer entstehen, auch während der Arbeit. Einige Berufe unterliegen dabei einem geringeren bzw. begrenztem Risiko, andere Tätigkeiten hingegen sind von einem erhöhten bzw. umfangreicherem Risiko gekennzeichnet.

Personenschäden, Sachschäden sowie Vermögensschäden – hier echte und echte – können während der Ausübung des Berufs eintreten und der Verursacher ist zur Haftung in voller Höhe verpflichtet. Für Fehler des Personals wird der Arbeitgeber zur Haftung herangezogen.

Es ist demnach für Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende bedeutsam, sich finanziell gegen diese Risiken mit einer Betriebshaftpflichtversicherung abzusichern. Die Versicherungswirtschaft offeriert verschiedene Verträge, um dieses Ziel zu erfüllen. Die Betriebshaftpflicht, die Vermögensschadenhaftpflicht oder auch die Berufshaftpflicht sind als Versicherungslösungen denkbar. Natürlich in Abhängigkeit vom Versicherungsnehmer, seinem Bedarf und seinen Wünschen.

Doch welche Risiken versichert eigentlich die Berufshaftpflichtversicherung? Gibt es diese eventuell nur für bestimmte Berufsgruppen und welche Gefahren können über diese Police abgedeckt werden?

Welche Risiken abgesichert werden können

Ja, Berufshaftpflichtversicherungen sind Versicherungsverträge, mittels derer bestimmte Risiken spezifischer Berufe geldlich abgesichert werden können. Die Policen ähneln in ihrer Gestaltung der Betriebshaftpflicht und der Vermögensschadenhaftpflicht, sind jedoch speziell auf Berufsbilder und deren Risiko zugeschnitten.

Dementsprechend können je nach Berufshaftpflichtversicherung und Anbieter Personenschäden, Sachschäden, echte und unechte Vermögensschäden während der Ausübung der versicherten Tätigkeit Bestandteil des Schutzes sein. Der Leistungsumfang einer Berufshaftpflichtversicherung orientiert sich an dem zu versichernden Berufsbild. Mehr Informationen zur Berufshaftpflichtversicherung findet man bei betriebshaftpflicht-betriebshaftpflichtversicherung.de und der GDV.

Berufshaftpflichtversicherungen werden von verschiedenen Versicherungsgesellschaften angeboten, zum Beispiel für Ärzte, Bauingenieure, Rechtsanwälte, Immobilienmakler, Apotheker, Architekten, Steuerberater, Grundstücksverwalter, Wirtschaftsprüfer, Gutachter oder Unternehmensberater.

Wer alles in den Versicherungsschutz aufgenommen wird

Der Versicherungsnehmer als auch seine Angestellten sind im Rahmen der beruflichen Tätigkeit über eine Berufshaftpflichtpolice üblicherweise versichert. Für einige Berufszweige ist die Absicherung gewisser Haftpflichtschäden gesetzliche Bedingung, so zum Beispiel für Juristen und Steuerberater die Versicherung echter Vermögensschäden, auch die Versicherungssumme kann als Mindestbetrag gesetzlich vorgeschrieben sein.

Die Versicherungssumme oder Deckungssumme definiert die maximale Leistung des Versicherers im Versicherungsfall. Neben gesetzlichen Vorgaben können darüber hinaus die Größe und Art der Mandantschaft, die Zahl der Angestellten, Haftungsbeschränkungen usw. als Faktoren zur Erhebung der Deckungssumme angesetzt werden. Im versicherten Schadensfall wird die Forderung nach Schadensersatz geprüft und bei Berechtigung von der Versicherungsgesellschaft gemäß der im Vertrag festgelegten Deckungssumme übernommen. Unberechtigte oder überhöhte Forderungen werden vom Versicherer zurückgewiesen.

Für einige Berufsgruppen ist zumindest die Absicherung echter Vermögensschäden obligatorisch, für andere Berufe ist dies sehr sinnvoll. Echte Vermögensschäden aber auch Personenschäden und Sachschäden können im beruflichen Alltag entstehen und teure Schadensersatzansprüche zur Folge haben. Ohne passende Versicherung muss der Schadenverursacher bzw. der Haftende (Arbeitgeber) diese Forderungen tragen, das kann zum finanziellen Aus führen. Eine Berufs- Haftpflicht, die typische Berufsrisiken deckt, bietet hier einen wichtigen Schutz. Bei der Berufshaftpflichtversicherung gibt es große Beitragsunterschiede. Bei einem Berufshaftpflicht Vergleich der Tarife sollte man auf die Leistungen und Beiträge achten, bevor man eine solche Versicherung abschließt.

Für Berufe, für die keine individuelle Berufshaftpflicht zur Verfügung steht, sind andere Verträge interessant. Beispielsweise die Betriebs- oder Bürohaftpflicht oder die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Fazit: Eine Berufshaftpflichtversicherung kann viele Schadensformen einschließen – je nach dem, welche Gefahren der jeweilige, zu versichernde Beruf mit sich bringt. Es handelt sich demnach um eine spezifisch ausgearbeitete Versicherungslösung für einzelne Berufszweige wie Notare, Richter, Buchhalter und Rechtsanwälte.